Versicherungsschutz für Arbeitnehmer

Nachstehend beantworten wir Ihnen ...

 ... häufig gestellte Fragen zum Versicherungsschutz in der Kranken- und Pflegeversicherung eines Arbeitsnehmers.

Als angestellte(r) Berufstätige(r) mit einem monatlichen Arbeitsentgelt von mehr als 450,00 Euro sind Sie grundsätzlich krankenversicherungspflichtig. Das heißt, dass Sie sich in einer Gesetzlichen Krankenkasse versichern müssen. Überschreitet Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt die sogenannte Versicherungsplichtgrenze von jährlich 62.550,00 Euro (monatlich 5.212,50 Euro), unterliegen Sie nicht der Versicherungspflicht und werden als Freiwillig Versicherte(r) eingestuft.

Die Beiträge zur Krankenversicherung berechnen sich grundsätzlich aus dem Bruttoarbeitsentgelt Ihrer Beschäftigung. Hier gilt allerdings eine Obergrenze (Beitragsbemessungsgrenze) von monatlich 4.687,50 Euro. Das bedeutet, dass die Beiträge maximal von diesem Grenzbetrag entrichtet werden, auch wenn Sie einen höheren Verdienst erzielen.

Für Beschäftigte, die bei Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt der Beitragssatz von 15,90 %. Manche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf Krankengeld, z. B. beschäftigte Rentner. Für diese Personengruppen gilt der ermäßigte Beitragssatz von 15,30 %.

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung werden jeweils zur Hälfte durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Kinderlose, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen zusätzlich einen Zuschlag zur Pflegeversicherung von 0,25 %, den sie alleine tragen.

Bei pflichtversicherten Arbeitnehmern übernimmt diese Aufgabe der Arbeitgeber. Er behält den Beitrag vom Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers ein und führt ihn an die zuständige Krankenkasse ab. In der Regel erfolgt diese Art der Beitragsabführung auch bei Freiwillig Versicherten. Hier gibt es aber die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber seinen Beitragsanteil zur Krankenversicherung mit dem Gehalt an den Arbeitnehmer auszahlt. In diesem Fall entrichtet der Arbeitnehmer selbst die Beiträge an seine Krankenkasse.

Beträgt Ihr Arbeitsentgelt 450,00 Euro oder weniger, handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) und Sie sind grundsätzlich nicht versicherungspflichtig in der Kranken- und Pflegeversicherung.

Liegt Ihr Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 1.300,00 Euro, wird Ihr Beitragsanteil anhand einer Niedriglohnformel, der sogenannten Gleizonenformel, berechnet. Hier zahlen sie nciht aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt Ihren Beitrag, sondern aus einem geringeren Betrag. Der Arbeitgeber hingegen trägt seinen Beitrag aus Ihrem tatsächlichen Arbeitsentgelt.

Sind Sie zu Ihrer Berufsausbildung beschäftigt, dann gilt für Sie der allgemeine Beitragssatz in Höhe von 15,90 %. Beträgt Ihre Ausbildungsvergütung allerdings 325,00 Euro oder weniger, trägt der Arbeitgeber die Kosten allein.

Wer krankenversichert ist, ist gleichzeitig auch Mitglied in der Pflegeversicherung. Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung beträgt 3,05 %. Die Beiträge werden grundsätzlich je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Kinderlose Arbeitnehmer, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, zahlen einen Beitragszuschlag von 0,25 %. Dieser ist vom Beschäftigten alleine zu tragen.

Ausnahme: Liegt der Beschäftigungsort des Arbeitnehmers im Bundesland Sachsen, trägt der Arbeitgeber die Beiträge zur Pflegeversicherung nicht zur Hälfte mit. Der Arbeitgeber übernimmt 1,025 %, der Arbeitnehmer zahlt 2,025 %. Kinderlose ab Vollendung des 23. Lebensjahres tragen auch hier einen Beitragszuschlag von 0,25 % allein.

Stand: 01.01.2020

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